Förderkonzept der Grundschule Vahrendorf

Das Förderkonzept unserer Schule beinhaltet Kompetenzen des sozialen, des sachlich bezogenen und des motorischen Bereichs.

1. Sozialkompetenz

jahresbezogene Aktivitäten

Um den Kindern einen festen Rahmen an unserer Schule zu geben, gibt es Klassen- und Schulregeln. Das Aufstellen der Klassenregeln geschieht in Zusammenarbeit mit den Kindern, damit diese ihnen transparent sind, sich ihre Bedürfnisse darin wiederspiegeln und sie diese als ihre annehmen können. Schulregeln werden von Eltern, Schülern und Lehrern aufgestellt und in der Gesamtkonferenz beschlossen. Vielfältige Aktivitäten mit der ganzen Schule finden in Form von Ausflügen, Theaterbesuch, Winter- und Sommersportfest, Projektwoche (z.B. Zirkus alle vier Jahre), gemeinsames, klassenübergreifendes Adventsbasteln sowie einem Schulfest (alle zwei Jahre) im Laufe des Schuljahres statt. Ziel dieser gemeinsamen Aktivitäten ist es, den Schülern unter anderem Identifikationsmöglichkeiten mit ihrer Schule zu bieten. Unterstützt wird diese Absicht noch durch einheitliche Schulkleidung, die sowohl im Alltag als auch bei besonderen Anlässen getragen werden sollte. Weitere Sozialkompetenz relevante Höhepunkte während der Grundschulzeit sind die Klassenfahrten im zweiten und vierten Schuljahr sowie mehrmals stattfindende Lesenächte. Einen hohen Anspruch an Disziplin stellen die Fahrradprüfung und das Fahrradturnier in den vierten Klassen dar. Ein von den Eltern organisiertes Sicherheitstraining zur Selbstbehauptung findet jährlich im Rahmen des nachmittäglichen Schulprogramms statt. Die Teilnahme ist freiwillig. Den Abschluss eines jeden Grundschuljahres bildet des traditionelle Theaterstück, das die dritten Klassen den scheidenden vierten Klassen, sowie der restlichen Schülerschaft und zur Begrüßung der neuen Erstklässler darbieten. Außerdem werden die abgehenden Viertklässler am letzten Schultag aus der Schule „geklatscht“, d.h. sie gehen durch ein von allen Schülern gebildetes Spalier aus der Schule heraus und werden dabei von tosendem Applaus begleitet.

monatsbezogene Aktivitäten

An jedem letzten Tag eines Monats versammeln sich alle Schüler in der Pausenhalle zu unserem Monatstreff, hierbei werden Unterrichtsergebnisse in Form von Liedern, Gedichten, Referaten, Sketchen, Theaterstücken etc. präsentiert. Abschließend kommen alle Geburtstagskinder des Monats auf die Bühne und werden mit einem gemeinsam gesungenen Geburtstagslied geehrt.

wochenbezogene Aktionen

Verschiedene, wöchentlich stattfindende Arbeitsgemeinschaften ermöglichen den Kindern der dritten und vierten Klassen in entspannter Atmosphäre und altersheterogenen Kleingruppen, ihren Interessen und Neigungen nachzugehen.

Abhängig von der Klassenstufe können die Schüler einmal oder mehrmals wöchentlich im Erzählkreis von ihren persönlichen Erlebnissen berichten.

tagesbezogene Aktivitäten

Jeder Schultag beginnt mit einem zwanzigminütigem offenen Anfang. Die Kinder können schon vor Unterrichtsbeginn die Klassenräume nutzen und Freiarbeitsangebote wahrnehmen. Gern wird ein in der Pausenhalle stehender Kicker benutzt. Es ist festgelegt, wann welche Klassen den Kicker vorrangig nutzen dürfen. Die Schüler regeln eigenständig, ob Kinder anderer Klassen mitspielen können. Seit kurzem stehen den Kindern für den offenen Anfang, die fünf Minuten- und Regenpausen ein Boxsack und ein Boxkissen zur Verfügung.

Während der großen Pausen können die Schüler den großzügig angelegten Schulhof in vielfältiger Weise nutzen. Neben den üblichen Spielgeräten (Klettergerüst, Rutsche, Schaukel, Nesthocker...) dürfen die Kinder auf Bäume klettern und kreativ mit Naturmaterialien spielen. In der ersten großen Pause leiht ein, von den vierten Klassen organisierter Spieledienst, Spielgeräte (Seile, Stelzen, Tischtennisschläger, Pedalos usw.) aus. Als weiteres Zusatzangebot können während der zweiten großen Pause verschiedene Fahrzeuge z.B. Roller ausgeliehen werden.

Im täglichen Unterrichtsgeschehen wechseln Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit) und unterschiedliche Lehr- und Lernmethoden (Wochenplanarbeit, Projektarbeit, Lernbuffets, Einsatz von unterschiedlichen Medien – Computer, Lük, Logico, Arbeitsblätter usw.) einander ab.

2. Sachkompetenz

Wir sehen es als unsere pädagogische Aufgabe an:

Diagnostik

Mit der individuellen Lernstandsbeobachtung ab Jahrgang 2006/07 protokollieren wir die Lernstände aller Schüler mit einheitlichen Beobachtungsbögen. Weiterhin werden auch in den anderen Jahrgängen durch Lernzielkontrollen und die begleitende Beobachtung im Unterricht die Lernstände der Schüler regelmäßig festgehalten. Eine differenziertere Diagnose wird im Deutschbereich in allen Klassen durch die Hamburger Schreibprobe durchgeführt. Lernschwierigkeiten und Lernlücken aber auch besondere Begabungen werden so zeitnah beobachtet und können geeignet gefördert werden. Außerdem ist es sehr hilfreich, dass sich die Fachlehrer untereinander austauschen.

Fördermaßnahmen

Individuelle Fördermaßnahmen

Kinder mit besonderem Förderbedarf werden durch Vollzeitlehrkräfte im 20 minütigen offenen Anfang betreut. Diese Kinder haben entweder eine körperliche Behinderung oder sind Kinder mit nicht deutscher Muttersprache. In Förderplangesprächen mit den Eltern werden geeignete außerschulische Unterstützungsangebote besprochen und ggf. empfohlen. Dazu gehört auch die Beratung der Eltern in Sachen außerschulischer Lernangebote, Hausaufgabenbetreuung, ärztliche bzw. psychologische Beratungsstellen etc..

Gruppenförderung

In jedem Jahrgang gibt es ein Förderband in dem die jeweiligen Lerngruppen eines Jahrgangs in zwei Leistungsgruppen in Deutsch und Mathematik gefördert werden können. Die leistungsstärkere Gruppe bekommt in dieser Stunde Aufgaben mit anspruchsvollem Inhalt, z.B. Aufgaben zur Logik, Knobeleien und die leistungsschwächere Gruppe wird im jeweils aktuellen Unterrichtsstoff gefördert – entweder durch anforderungsgerechte Aufgaben oder durch die Unterstützung bei den Aufgaben der aktuellen Lerneinheit.

Förderung im Klassenverband

Wir fördern und fordern die Schüler durch besondere Unterrichtsmethoden, wie Freiarbeit und differenzierte Wochen- bzw. Arbeitspläne, Projekt- und Werkstattarbeit. Diese Unterrichtsformen geben den Lehrkräften die Möglichkeit die Aufgaben der jeweiligen Unterrichtsinhalte qualitativ sowie quantitativ für die jeweilige Lerngruppe zu differenzieren. Es werden Aufgaben verschiedener Anforderungsbereiche sowie Aufgaben unterschiedlichen Umfangs für die Schüler bereitgestellt. Die Schüler arbeiten weitgehend selbständig, so dass die Lehrkraft Zeit und Muße findet, Schüler während des Klassenunterrichts individuell zu fördern oder zu fordern. Mit dem Wechsel der Sozialformen im Unterricht von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit geben wir den Schülern die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu fördern. Dabei achten wir darauf, die Selbständigkeit, Eigensteuerung, Selbstkontrolle und die Reflektion über den eigenen Lernprozess zu fördern. Im offenen Unterrichtsbeginn stehen den Kindern dazu verschiedene Lernspiele, die Medienecken und andere Lernangebote zur freien Verfügung. Weiterhin fördern wir insbesondere die musisch-ästhetische Bildung in unseren Arbeitsgemeinschaften (Werken, Kunst, Tanzen, Musik, Theater, kreatives Schreiben etc.). Besonders gefördert wird bei uns die Lesekompetenz. In den Klassen helfen Leseeltern bei der Entwicklung der Lesekompetenz und zur Unterstützung des verstehenden Lesens im Antolin Programm, das sowohl in der Schule als auch von zu Hause aus bearbeitet werden kann.

Evaluation

Regelmäßig werden die Lernstände der Kinder in Lernzielkontrollen überprüft. Außerdem gibt es die externe Evaluation durch die landesweite Vergleichsarbeit im dritten Jahrgang, die abwechselnd in Deutsch und Mathematik durchgeführt wird. Die einzelnen Fördermaßnahmen werden in Jahrgangskonferenzen besprochen, ihre Inhalte modifiziert und ggf. überarbeitet.

3. Motorische Kompetenzen fördern

Schulung der Sinne/ Wahrnehmungsschulung:

Anfangsunterricht: Einführung der Buchstaben und Zahlen mit allen Sinnen 3./ 4. Schuljahr:
Integration der Sinnesübungen im allgemeinen und weiterführenden Unterricht z.B. Zahlraumerweiterung, Abhören von Lauten und Wortbildern, Silbenklatschen, Erkennen von höheren und tieferen Tönen, Wahrnehmung von Raum und Zeit durch Orientierungsläufe, Zeitschätzläufe, Abgehen von Strecken (Mathematik)

Kinesiologie:

Ha ’ Kin Übungen werden in allen Unterrichtsfächern miteinbezogen, um ein Zusammenspiel beider Gehirnhälften zu fördern. Auch Entspannungsübungen und Massageübungen, liegende Acht, Wasserschöpfübungen fallen in diesen Bereich.

Rhythmusschulung

Sport: Hürdenlauf, Bewegen nach Musik

Musik: Singen, Instrumente spielen, Rhythmen klatschen, tanzen

Radfahren, zu Fuß gehen

1. Schuljahr: Die Schüler machen den Fußgänger- und Zebraführerschein.

3. Schuljahr: Die Schüler erfassen Meter und Kilometer mithilfe eines Zählrads.

3. und 4. Klasse: Einmal im Jahr kommt die Verkehrswacht in die Schule. An diesem Tag üben die Kinder beim Fahrradfahren auf dem Schulhof die Verkehrsregeln und das Verhalten im Straßenverkehr.

Alle 4. Klassen machen einen Radfahrlehrgang mit anschließender Prüfung. Ebenso nehmen alle Viertklässler an der Bewältigung eines Geschicklichkeitsparcours auf dem Fahrrad teil. Dies wird als Wettbewerb unter den Grundschulen in der Gemeinde Rosengarten ausgetragen. Bei entsprechendem Wetter finden Schlittenfahrten mit allen Schülern auf nahe liegenden Hügeln statt. Außerdem finden individuelle Ausflüge zu Fuß statt, z.B. auf den Kiekeberg, in den Wildpark, auf den Spielplatz.

Sportfeste

Jedes Jahr finden zwei Sportfeste (Sommer und Winter) statt. Hierbei werden alle motorischen Kompetenzen berücksichtigt.

Bewegte Pause

In jeder Pause haben die Schüler die Möglichkeit motorische Kompetenzen zu entwickeln, diese werden gefördert und gefordert durch.

Arbeitsgemeinschaften

Auch in den AGs werden motorische Fähigkeiten (fein- und grobmotorisch) gefördert und gefordert. Unsere Schule bietet regelmäßig eine Tennis - und Tanz - AG an. Weitere AGs sind u.a. Akrobatik, Werken, Kunst, Spiele und Voltigieren.

Sportunterricht

Unser Sportunterricht ist so angelegt, dass vor allem im 1. Schuljahr durch Geräteparcours jeglicher Art psychomotorische Grundlagen aufgebaut und gefestigt werden. Im 3. und 4. Schuljahr erweitern die Kinder ihre Kompetenzen, indem sie komplexere Bewegungsabläufe erlernen und ihre eigenen Fähigkeiten mit Geräten und Bewegungen im Raum sichern. Beim Schwimmunterricht lernen alle Kinder sich an Wasser zu gewöhnen und sich darin sicher zu bewegen.

Außerhalb der Schule

Viele Kinder nehmen während der Freizeit Angebote der Sportvereine war, die eng mit der Schule zusammenarbeiten, z.B. Handball, Fußball, Tennis, Kinderturnen, Musikunterricht, Theater, Malen.